Was bedeutet «KoFo» ?

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Strongs-Wörterbuch (english) sagt zu diesem Wort:

G2974
κοφος (kophos) [ko-fos']
From G2875; {blunted} that {is} (figuratively) of hearing (deaf) or speech (dumb): - {deaf} {dumb} speechless.
deaf = taub/gehörlos * dumb = stumm (siehe dict.leo.org)

Was ist das Kommunikationsforum (kurz: KoFo)?

Basisquelle des Textes: (www.iggh.ch)
Das Kommunikationsforum ist eine moderne Bildungs- und Informationsveranstaltung.
Zuerst werden die Informationen zu einem bestimmten Thema in einem Referat weitergegeben. Anschliessend werden Gruppengespräche und Plenumsdiskussionen zum Thema geführt.
Die Themen, die für das Kommunikationsforum gewählt werden, betreffen das Leben der Gehörlosen und Schwerhörigen wie zum Beispiel "Gehörlose oder schwerhörige Eltern mit hörenden Kinder".
Das Kommunikationsforum steht allen gehörlosen, schwerhörigen und hörenden Personen offen.
Die GebärdensprachdolmetscherInnen werden von Gebärdensprache in Lautsprache und umgekehrt übersetzen.

KOMMUNIKATIONSFORUM

Basisquelle des Textes: (www.visuelle-kultur.ch)

Was ist KoFo? (aus einem Vortrag von Thomas Zimmermann, nach N. Seichter und G. Mally)

Was bedeutet KoFo?

KOFO (griech.) = taub
KoFo (deutsch) = Kommunikationsforum

Kommunikation:
  • Mitteilung, Verständigung
  • Übermittlung einer Nachricht / Information zwischen einem "Sender" und einem "Empfänger" mit Hilfe eines Übertragungsmediums (Kanal)

Forum:
  • in der röm. Antike der Marktplatz, der für Volksversammlungen diente.
  • Öffentlichkeit, interessiertes Publikum


KoFo - Veranstaltung

Form:
  • Info-/ Diskussionsabend
  • Forumdiskussion
  • Podiumdiskussion
  • Streitgespräch
  • Gruppengespräch
  • Brainstorming

Themen:
Verschiedene Richtungen, aber haben oft einen Zusammenhang mit der Gehörlosigkeit und deren Sprache bzw. Kultur. Zum Beispiel: Drogen, Frauenbewegung, Gebärdensprache, AIDS, Identität, Behindertenpolitik, ...

Ziele des Kommunikationsforums

für Gehörlose:
  • Abbau der Hemmungen und das Gefühl der gesellschaftlichen Benachteiligung
  • Befreiung aus der Isolation
  • Förderung des Selbstvertrauens
  • Stärkung des Selbstbewusstsein
  • Erweiterung des Wissens
  • Kennenlernen und Entwickeln der eigenen Identität
  • Bessere Möglichkeit mit Hörenden zu kommunizieren sowie
  • Ermuterung der Kontaktaufnahme mit den Hörenden
  • Mehr Mut und Optimismus (z.B. Zeitung lesen)
  • Abbau der Ängste zu den Sprachproblemen
  • Förderung der Spachflexiblität durch Diskussionen
  • Eigene Meinungsbildung entwickeln

für Hörende:
  • Gebärdenkurs-BesucherInnen - eine Möglichkeit geben, die Kenntnisse der Gebärdensprache zu vertiefen und zu erweitern.
  • Näheres und besseres Kennenlernen der Kultur und Eigenschaften der Gehörlosen
  • Überwinden der Hemmungen der Kultur und Eigenschaften der Gehörlosen
  • Abbau der Vorurteile gegenüber den Gehörlosen
  • Sprachliche Vermittlungshilfe und Mitwirkung an der Öffentlichkeitsarbeit
  • Mehr Verständnis und Unterstützung für Gehörlose

Kommunikationsfähigkeit
bedeutet: Aufnahme, Verarbeitung und Weitergabe von Informationen, Lernfähigkeit, Diskussionsfähigkeit und Darstellungsfähigkeit

Regeln sind:
  • Gleichberechtigung (z.B. Mann-Frau, gehörlos-hörend)
  • Zuhören
  • Fairness (anständiges Verhalten)
  • Verständnis
  • Wahrnehmungsfähigkeit (Reaktionen spüren)
  • Toleranz (flexibel sein)
  • Abgrenzungsfähigkeit und Fähigkeit zur Distanz
  • Kompromissfähigkeit
Wenn man diese Regeln bei der Unterhaltung und Gespräche einhält, kann man von echter Kommunikation sprechen und man erreicht seine Ziele. Kommunikationsforum ist eine gute Übungsmöglichkeit zum Kommunizieren. Auch hier gilt allgemein: Reden lernt man durch Reden

Kommunikationstreff für Gehörlose

Basisquelle des Textes: (www.mglo.de)
Der Kommunikationstreff für Gehörlose ist eine Initiative von Gehörlosen, die in regelmäßigen Abständen kostenlose Informations- u. Diskussionsveranstaltungen für Gehörlosen durchführt.
Der Besuch der "Info-Abende" ist jedoch von einer Vereinsmitgliedschaft unabhängig.

Die Vorträge werden meisten von Gehörlosen in der Gebärdensprache gehalten.
Bei Referaten von Hörenden, die die Gebärdensprache nicht beherrschen, müssen zur Sicherheit der Kommunikation Gebärdensprachdolmetscher/innen eingesetzt werden. Auf der Weise werden Informationen über rechtliche, gesellschaftspolitische und sonstige Themen auch Gehörlosen zugänglich gemacht.

Der Kommunikationstreff finanziert sich auch aus Spenden.
Wir benötigen Gelder für die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Bezahlung von fahrt- u. Übernachtungskosten bzw. kleinen Honoraren an Referentinnen und Dolmetscher/innen.