Luxemburg und die Gebärdensprache

Letztes Update: 18:36 12.03.2008 (MEZ)

In dieser Seite, liegt die meiste Nachforschungsarbeit und sie enthält nur das, was ich bis heute bei meinen Nachforschungen herausgefunden habe und spiegelt vielleicht nicht den ganz aktuellsten Stand der Dinge hier in Luxemburg wider (es ist schwer, im Internet etwas zur Situation Gehörloser in Luxemburg zu finden). Für weitere Infos - speziell zur Situation in Luxemburg - bin ich sehr dankbar (email-adresse im "Impressum"). DANKE IM VORAUS!


Inhalt dieser Seite:

Zitat:

Wo kämen wir hin, wenn alle sagten:
Wo kämen wir hin, und niemand ginge,
um einmal zu schauen,
wohin man käme,
wenn man ginge.
Zitat von: Kurt Marti

Was geschieht in Luxemburg zum Thema Gebärdensprache?


Berufsbeschreibung des Logopäden in Luxemburg

PDF Der Erziehungswissenschafter - Pädagoge

Wie ist es mit Öffentlichen Bibliotheken?

Für Blinde oder Sehbehinderte (Braille-Literatur oder "sprechende Bücher"), Gehörlose (visuelles Material: Videos mit Gebärdensprache) und geistig Zurückgebliebene (Musik, Spiele und Spielsachen) sieht das Angebot in ÖBs sehr schlecht aus.
Jean-Marie Reding, aus "Öffentliche Bibliotheken ­ Quo vaditis?" in d'Land vom 22. Juni 2001

Die folgende Auflistung ist entnommen aus einer älteren Broschüre, die für die Ausbildung von Fachleuten der Tourismusbranche konzipiert wurde. Durch den Einbezug von Menschen mit einer Behinderung als Ausbilderinnen und Ausbilder lernen Touristikfachleute, die in ihrem Beruf oft in Kontakt mit behinderten Menschen kommen.
Es handelt sich hier um einen Ausschnitt aus einer Broschüre "Dossier Pédagogique", in dem Informationen zum Thema Behinderung zu einem pädagogischen Leitfaden zusammengefasst wurde. Der Text ist im Rahmen eines europäischen Projekts zum Thema Tourismus und Behinderung verfasst worden. Es geht hier in diesem Ausschnitt speziell um Ratschläge für Leute, die in der Tourismusbranche tätig sind, wie Sie mit Kunden, die eine Hörbehinderung haben, umgehen sollen. Dieses Projekt ist schon älteren Datums, daher der überholte Begriff "Zeichensprache". - (In der luxemburgischen Alltagssprache ist aber durchaus noch heute der Begriff "Zeechesprooch" üblich.) - Gut ist, dass dieser Text damals zu Diskussionen in Luxemburg geführt hat.
Link auf die Broschüre (zur Einsicht auf der Internetseite von Info-Handicap - www.info-handicap.lu/freedom/contende.html):

Gehörlose und hörbehinderte Menschen

Diese Behinderung ist auf den ersten Blick fast nicht zu erkennen, es sei denn, die Person gibt dies zu verstehen. Es ist wichtig, zwischen gehörlosen und hörbehinderten Menschen zu unterscheiden. Hörbehinderte haben zusätzliche Schwierigkeiten in einer lauten Umgebung. Menschen, die von Geburt gehörlos sind, haben eventuell Schwierigkeiten mit dem Sprechen. Viele Hörbehinderte benutzen zum Kommunizieren die Zeichensprache und lesen von den Lippen ab. Einige benutzen Hörgeräte, um ihre Hörfähigkeit zu verbessern.

Bedürfnisse:

  • Gesichtskontakt mit der sprechenden Person.
  • Gute Beleuchtung, um von den Lippen abzulesen.
  • Informationen gleichzeitig mit den anderen Mitgliedern einer Gruppe erhalten.
  • Bereitschaft, andere Kommunikationsformen zu benutzen, wenn die Verständigung übers Gehör nicht möglich ist.
  • Kenntnis der besonderen Bedürfnisse und Massnahmen in Notfällen.

Wege einer erleichterten Verständigung:

  • Setzen Sie sich der Person gegenüber, damit Sie Sehkontakt haben und die Person von Ihren Lippen ablesen kann. Sorgen Sie für eine gute Beleuchtung Ihres Gesichts, insbesondere der Lippen.
  • Verdecken Sie Ihren Mund nicht mit Ihren Händen.
  • Stellen Sie sich immer vor und erklären Sie Ihre Rolle oder Ihren Auftrag.
  • Finden Sie gemeinsam mit der Person heraus, welches ihre persönliche Situation ist und welche Kommunikationsmittel benutzt werden können.
  • Wählen Sie einen ruhigen Ort aus für das Gespräch.
  • Schauen Sie der Person ins Gesicht, wenn Sie diese ansprechen; reden Sie langsam und mit deutlicher Aussprache (wenn gewünscht in Schriftsprache).
  • Reden Sie in normalem Tempo, ohne übertriebene Lippenbewegungen und ohne laute Stimme (das hilft nichts, ausser die Person wünscht dies ausdrücklich); einfache Gesten können nützlich sein.
  • Formulieren Sie klare, kurze Sätze und wiederholen Sie das Gesagte, wenn dies gewünscht wird.
  • Halten Sie Schreibpapier bereit.
  • Vergewissern Sie sich, dass Ihre Mitteilungen verstanden wurden.
  • Bieten Sie Kommunikationshilfsmittel wie Schreibtelefon oder Telefax an.
  • Akzeptieren Sie die Benutzung von technischen Hilfsmitteln wie Mikrofon.
  • Achten Sie darauf, dass die gehörlose Person in die Gruppengespräche einbezogen wird, sonst ist sie absolut isoliert.
  • Koordinieren Sie Ihre Aktivitäten mit anderen Dienstleistungsanbietern.
  • Bedenken Sie die besonderen Bedürfnisse und Massnahmen in Notfällen

Tipps - Begegnungen mit Hörbehinderten

Lesen Sie in diesem Zusammenhang bitte auch Tipps - Begegnungen mit Hörbehinderten auf der Internetseite von DAAFLUX